Verluste begleiten mich durch das Leben
Das ist die Realität und auch in gewisser Weise die Normalität.
Für jeden ist dieser Weg, Verluste zu erleben und zu integrieren sehr individuell.
Ich erlebte in einer sehr durch Krankheit geprägten Kindheit den Tod auf unterschiedlichster Weise.
Bereits früh lernte ich mit Verlust und Tod umzugehen
Meine Großeltern verstarben, als ich noch ein Kleinkind war. Auch liebgewonnene Freunde aus meinen Klinikaufenthalten mussten bereits sehr jung aus dem Leben gehen. Das war für mich damals kaum begreiflich und mit großem Schmerz verbunden. Bis hin zu meinen eigenen Herztoden, deren Endgültigkeit jedoch von beherzten Medizinern verhindert wurden.
Verluste prägen mich und meine Arbeit bis heute
Entscheidend lebensverändernd war jedoch der Suizid meines Ehemannes im Jahr 2014. Diese Erfahrung war mit nichts zuvor Erlebten vergleichbar.
Ein Jahr später verstarb auch mein Vater sehr unerwartet. Etwas auf das man nie vorbereitet ist, auch wenn man weiß, dass diese irgendwann von uns gehen.
Abschiede für immer. Mein Leben nicht mehr so, wie zuvor.
Die Phasen der Trauer kenne ich alle auf meine ganz eigene persönliche Weise.
Bei meinem Ehemann waren sie so intensiv, dass ich diese hier kurz erwähnen möchte.
Die unendlich tiefe Gefühllosigkeit, in der ich keine Träne vergießen konnte.
Ein furchtbarer Zorn auf ihn, der mich Steine in einer Wucht auf sein Grab werfen lies, dass es mich heute noch wundert, dass die Grabplatte aus Stein noch intakt ist.
Schuldgefühle und schwere innere Verhandlungen mit mir, warum ich nicht viel früher auf die Veränderung in unserem und seinem Leben eingegangen bin.
Unbändiger Schmerz und Trauer beinahe ein Jahr später in denen ich die Tage mit herzzerreißendem Weinen und Wehklagen und tiefster Depression verbrachte.
Bis hin zu der Akzeptanz, dass ich den Tod von ihm nicht ändern kann. Aber auch mit der Erkenntnis, dass es ein Leben danach mit Freuden und neuen Wegen ohne Schuldgefühle gibt.
Alles durchlebte ich natürlich in vielen wiederholenden Schleifen, die die Phasen auf ganz eigene, und neue Weise zum Vorschein kommen ließen.
Selbst einen Sinn entwickelte ich im Laufe der Jahre und bin dadurch nicht nur mittlerweile Heilpraktikerin mit Schwerpunkt „ganzheitlicher Psychotherapie“, geworden, sondern auch „Grief Educator“ also Trauerbegleiter durch die Ausbildung bei David Kessler.
Auch wenn bereits 12 Jahre vergangen sind, so erkannte ich in der Trauerbegleitungsausbildung, dass die Trauer nach wie vor ein Bestandteil meines Lebens ist. Sie zeigt sich immer wieder aufs Neue, wenn auch auf einer anderen Ebene. Sie lebt in mir. Doch mit jeder neuen Ebene lerne ich dazu und entwickele mich weiter.
Ein schönes Beispiel, wie Sinn einem trauernden Mensch hilft, seine Trauer zu leben und zu integrieren, war die Bekanntschaft mit einer Bestatterin meines Ehemannes. Sie betrauerte damals bereits selbst den Tod Ihres Partners und konnte durch ihre berührende Trauerrede an der Beisetzung, mir wie auch sicher sich selbst Trost und Mitgefühl spenden. Sinn im Verlust gefunden zu haben, war ihre ganz besondere einfühlsame Art, die Vorbereitung zur Bestattung zu begleiten.
Mein Weg geht immer weiter
In dem Bewusstsein, immer wieder neue Verluste in mein Leben zu integrieren, widme ich mich der Aufgabe, Menschen auf meine ganz eigene Art und mit den vielen Weiterbildungen im Bereich Psychotherapie (v.a. kognitive Verhaltenstherapie), Trauertherapie, Naturheilkunde, wie auch Entspannungstherapien (Qigong, Atmung, Achtsamkeit), zu unterstützen.
Für mich als Heilpraktikerin und Ingenieurin ist es wichtig, das Gesamtbild zu betrachten. Durch meine eigenen Erfahrungen ergänze ich meine Arbeitsweise ganz individuell.
Dabei sind Weiterbildung, Supervisionen für meine eigenen Themen und Arbeitsweisen, wie auch dem stetigen Austausch mit Kollegen und der Auseinandersetzung mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen wichtige Säulen in meiner Arbeit.
Der Mensch steht bei mir im Mittelpunkt.
Ich verstehe mich als Wegbegleiter, der Sie dort abholt, wo Sie gerade stehen – ohne Bewertung, ohne Druck und voller Akzeptanz der individuellen Situation.
Ich bleibe an der Seite, solange ich benötigt werde. Ich biete Halt, Orientierung und Unterstützung auf Ihrem persönlichen Weg.
Es gibt kein festes Tempo. Sie bestimmen was sie brauchen – auf ihre ganz eigene Art, in ihrer eigenen Zeit und auf ihre eigene Weise.
Sie traue(r)n sich ganz individuell zurück in Ihr Leben.
Wenn Sie möchten, gehe ich diesen Weg mit Ihnen mit.
Aufmerksam, respektvoll und verlässlich, bis neue Perspektiven entstehen und eigene Kräfte wieder spürbar werden.
Wagen Sie es!
Ich nenne es „wageMut“.

